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Unsere Nachbarn, unsere Geschichte: Lokale Ansätze für Holocaust-Bildung

Was wissen Sie über die NS-Geschichte in Ihrer Heimat? Unser Netzwerk bietet neue partizipative Formen an, in denen wir Ihnen regionale NS-Geschichte aufarbeiten. Wir verbinden engagierte Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Schulen, Bildungsträger und Gedenkstätten. Wir fördern so eine lokalisierte Erinnerung und die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit heutigen Konflikten. Damit stärken wir zugleich die demokratische Alltagskultur vor Ort.

Jugendliche betrachten eine Ausstellung mit historischen Informationstafeln in einem großen modernen Gebäude
Plakate mit Ausstellungsinhalten hängen in Reihe außen am Zaun der Villa ten Hompel
Aufarbeitung

Einige waren Nachbarn

Die Wanderausstellung "Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand" des United States Holocaust Memorial Museum fördert eine lokale Auseinandersetzung mit dem Holocaust.

Die zentrale Rolle Adolf Hitlers und anderer führender Nationalsozialisten ist unbestritten. Aber ihre Taten hingen von der Mitwirkung zahlloser anderer Menschen ab. Warum nahmen einige mit größtem Eifer an der Verfolgung von Jüdinnen und Juden teil, während andere Mitläufer waren oder sich aus anderen Gründen anschlossen? Warum haben so wenige den Opfern geholfen?

Wie reagierten Menschen auf die Not ihrer jüdischen Klassenkameraden, Arbeitskollegen, Nachbarn und Freunde? Wie sahen sie ihre Rolle in der Gesellschaft? Was können wir aus der Geschichte für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten lernen?

Anhand eigener lokaler Erfahrungen fragt die Ausstellung, wie Menschen auf die Ausgrenzung in ihrem unmittelbaren Umfeld reagierten und welche Handlungsspielräume sie sahen oder bewusst nicht nutzten. Diese Fragen stellen wir auch, um heutige gesellschaftliche Konflikte zu verstehen und Verantwortung im eigenen Umfeld zu reflektieren.

Die Wanderausstellung kann bei den Partnern des Netzwerks sowie am Geschichtsort Villa ten Hompel und an der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer in Krefeld ausgeliehen werden.

Lokalisierung

Lokale NS-Geschichte interaktiv vermitteln

Neben unserem aktiven Bildungsangebot vor Ort bieten wir Ihnen auch eine digitale Dokumentation Ihrer lokalen Erinnerungsarbeit an. Die Visualisierung von Untersuchungsergebnissen vermittelt Einblicke in die Lokalgeschichte. Unsere interaktive App fördert die aktive Beteiligung und Auseinandersetzung und erleichtert das Verständnis komplexer Themen. Karten machen die Verortung lokaler Geschehnisse greifbar.

QR-Code zur Digitalen Ausstellung: Nachbarn Wie Wir in Stemwede
Mobile Ansicht der Erinnern-App mit interaktiver Karte
Netzwerk

Gemeinsam erinnern

Unser Netzwerk verbindet zivilgesellschaftliche Initiativen, Schulen, Kommunen, Bildungsträger und Gedenkstätten. Wir entwickeln partizipative Formate, mit denen Sie regionale NS-Geschichte aufarbeiten können. Unsere Arbeit verstärkt den Blick auf Gegenwartsfragen und heutige Konflikte. So entstehen neue Formen einer lokalisierten Erinnerung, die Engagement fördern und einen demokratischen Umgang mit Konflikten aushandeln.

Schwarz-Weiß-Bild der Außenansicht vom Konzentrationslager Osthofen mit Hakenkreuzflagge und Uniformierten Personen vor dem Backsteingebäude

Gedenkstätten

Zusammenarbeit mit regionalen Gedenkstätten zur Dokumentation lokaler Geschichten.

Plakate mit Ausstellungsinhalten hängen in Reihe außen am Zaun der Villa ten Hompel

Bildungsträger

Entwicklung pädagogischer Materialien für Schulen und Bildungseinrichtungen.

Nahaufnahme einer Person, die ein Mikrofon hält, umgeben von Zuhörenden

Aktionsbündnisse

Wir unterstützen bürgerschaftliche Organisationen bei der Aufarbeitung ihrer regionaler Geschichte.

Fortschritte

Unsere Wirkung in Zahlen

Wir dokumentieren und teilen lokale NS-Geschichte als Ausgangspunkt für Gespräche vor Ort.

2419

Teilnehmende insgesamt

Ein Mann fotografiert ein Ausstellungsplakat mit seinem Smartphone
83

Durchgeführte Maßnahmen

36

Orte an denen wir Maßnahmen umgesetzt haben

Junge Menschen sitzen in Stuhlreihen bei einer Veranstaltung in einem Konferenzraum
Ein Teppich mit Aufdruck: Wie war der Holocaust möglich? Auf dem Teppich stehen 3 Personen deren Beine und Schuhe zu sehen sind
Hinweis

Sensible Inhalte

Diese Seite enthält Inhalte zu Verfolgung, Gewalt und Mord während der NS-Zeit. Die Beschäftigung damit kann emotional herausfordernd sein. Bitte sorgen Sie gut für sich und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung.